Bitcoin, Fiat & Rock'n'Roll

Bitcoin, Fiat & Rock'n'Roll

Was ist Tokenisierung und warum ist es wichtig?

Was ist Tokenisierung und warum ist es wichtig?

In der heutigen 5-Minute-Friday-Episode widmet sich Michael Blaschke der Frage, warum kein Investor an der Tokenisierung vorbeikommt. Die Tokenisierung von Vermögenswerten macht in letzter Zeit vermehrt Schlagzeilen. Der Prozess der Tokenisierung, also der digitalen Repräsentation von Vermögenswerten, hat das Potential zur digitalen Transformation ganzer Finanzsysteme. Konkret geht es dabei um die Vision eines dezentralisierten Finanzsystems (DeFi) auf Basis der Blockchain-Technologie, das ohne traditionelle Intermediäre funktioniert und so einen effizienteren Handel von Vermögensgegenständen ermöglicht.

Damit stellt die Tokenisierung für Investoren einen der spannendsten Zukunftstrends der kommenden Jahre dar. Trotz attraktiver und überzeugender Anwendungsbeispiele existieren jedoch noch zahlreiche Herausforderungen und Fragen: Wie genau funktioniert die Tokenisierung? Wie sieht die Zukunft der Tokenisierung aus? Wird die Tokenisierung das Finanzsystem wirklich revolutionieren? Und werden alle Vermögenswerte in Zukunft digital?

Michael gibt im Rahmen der Episode Antworten auf diese Fragen und stellt zentrale Aussagen einer am 8. September publizierten Studie vor, die gemeinsam mit dem FERI Cognitive Finance Institute veröffentlicht wurde. Die Studie gibt unter dem Titel „Blockchain und Tokenisierung“: Disruption des Finanzsystems durch Krypto-Assets und Decentralized Finance (DeFi) einen grundlegenden Überblick zum Thema und ermöglicht so eine qualifizierte Einschätzung zum Zukunftspotential dezentraler Finanzsysteme im Allgemeinen und der Tokenisierung im Speziellen. Die wichtigsten Aussagen der Studie werden auch in einem Video erläutert.

Bitcoin Lightning mit René Pickhardt und Stefan Richter

Das Bitcoin Lightning Netzwerk ist eine der spannendsten Entwicklungen im Krypto-Universum der vergangenen Jahre. In der heutigen Podcast-Episode sind mit René Pickhardt und Stefan Richter zwei absolute Experten zu diesem Thema zu Gast. Die beiden haben vor einigen Wochen ein interessantes Forschungspapier zum Bitcoin Lightning Netzwerk veröffentlicht, das grosse Wellen in der Community geschlagen hat.

Im ersten Teil der Episode diskutieren Alexander, René und Stefan darüber, was das Lightning Netzwerk ist und warum wir es brauchen. Es geht um die Skalierbarkeit der Bitcoin Blockchain, die Blocksize Wars sowie die Frage, ob Bitcoin Geld ist.

Im zweiten Teil der Episode tauchen Alexander, René und Stefan tiefer ein und diskutieren darüber, wie man das Lightning Netzwerk verbessern kann, so dass grössere Zahlungen verarbeitet werden können. René und Stefan haben dazu in einem Forschungspapier einen interessanten Vorschlag gemacht, der dazu führt, dass das sogenannte Routing durch das Netzwerk effizienter vonstattengeht. Wenn ihr euch dafür interessiert, wie wir in Zukunft auch grössere Zahlungen durch das Netzwerk schicken können, dann hört gerne in die aktuelle Episode von Bitcoin, Fiat & Rock’n’Roll. Viel Spass!

#5minF Fünf Dinge, die nur CBDCs können

Aller Voraussicht nach wird den Bürgern der Eurozone künftig neben Bargeld, Kredit- und EC-Karten sowie weiteren digitalen Bezahllösungen wie Apple Pay, Google Pay oder PayPal eine weitere Bezahlmethode zur Verfügung stehen: Der digitale Euro, der als digitale Zentralbankwährung von der EZB emittiert wird. Ob der digitale Euro nach seiner Einführung den bestehenden Bezahllösungen substantielle Marktanteile wegnehmen wird, darüber debattieren derzeit Zentralbanker und Ökonomen. Teilweise argumentieren Ökonomen, dass ein digitaler Euro zum Flop werden würde, da bereits heute effiziente und benutzerfreundliche digitale Bezahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Warum sollten Kunden also zum digitalen Euro wechseln?

In der heutigen Episode spricht Jonas darüber, unter welchen Bedingungen der digitale Euro eine weitflächige Verbreitung erfahren würde. Er betont hierbei, dass der digitale Euro hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit, Geschwindigkeit, Kosten etc. bestehenden digitalen Bezahlmöglichkeiten Paroli bieten können muss. Zudem muss der digitale Euro mindestens eine Sache besser können als bestehende Lösungen, um besonders attraktiv zu sein. Was könnte das sein? Jonas geht im Rahmen der Episode auf 5 Dinge ein, die nur CBDCs können. Hierbei sind besonders die Aspekte der Privatsphäre, Offline-Zahlungen und Programmierbarkeit relevant. Du bist neugierig? Dann hör in die aktuelle Episode rein. Viel Spaß beim Hören!

#5minF Warum gibt es keinen grossen Euro Stablecoin?

In der heutigen 5-min Friday Episode widmet sich Alexander Bechtel der Frage, warum es keinen grossen EUR Stablecoin gibt. Man muss auf coinmarketcap.com sehr weit nach unten scrollen, bevor man auf einen Stablecoin trifft, der den EUR anstatt den USD nachbildet. Es ist keine Überraschung, dass die grossen Stablecoins ihren Fokus auf den USD als globale Reservewährung legen. Allerdings ist es doch verwunderlich, dass es keinen EUR Stablecoin gibt, der auch nur annähernd an das Volumen der USD Stablecoins herankommt. Die Handelsvolumina der grössten USD Stablecoins wie USDT und USDC sind mehr als 1000-mal grösser als die der grössten EUR Stablecoins.

Alexander geht diesem Ungleichgewicht auf den Grund und erklärt, warum eine Kombination aus Regulierung und niedrigen Zinsen in Europa dazu führen, dass es extrem schwierig ist einen profitablen Stablecoin aufzusetzen. Alexander nennt ausserdem einige Alternativen und mögliche Auswege für diese Situation. Mehr dazu gibt es in der heutigen 5-min Friday Episode. Viel Spass beim Reinhören!

News: Poly Hack, Paypal, Binance, Coinbase und Messi

In der aktuellen News-Episode diskutieren Alexander und Michael gemeinsam mit Oliver Naegele von der Blockchain Helix AG u.a. über den Hack des Poly-Netzwerks. Die DeFi-Plattform wurde angegriffen, wobei der Hacker zwischenzeitlich mehr als USD 600 Mio entwendete. Darüber hinaus gibt es Neuigkeiten aus dem Bereich der Regulierung, PayPal, Binance, Coinbase und sogar bei Lionel Messi, der bei seinem neuen Arbeitgeber PSG in Paris teilweise in Form eines Fan-Tokens bezahlt wird. Wie immer könnt ihr diese und weitere News in unserem monatlichen News-Artikel nachlesen.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das, was euch in der heutigen Episode erwartet:

Poly Netzwerk: Die Cross-Chain DeFi Plattform Poly wurde gehackt. Es wurden über USD 600 Mio gestohlen und mittlerweile (teilweise) wieder zurückgezahlt.

Regulierung: Gary Gensler, Vorsitzender der Securities and Exchange Commission (SEC), fordert zusätzliche Kompetenzen und Autorität für die Regulierung des Krypto-Ökosystems. Binance bekommt diesen Regulierungsdruck schon zu spüren: Die größte Kryptowährungsbörse ist weltweit dem Druck von Regulierungsbehörden ausgesetzt. Alle Binance-Benutzer unterliegen inzwischen einer KYC-Verifizierung. Auch wehrt sich Binance gegen Vorwürfe der Marktmanipulation. Das Personalkarussel dreht sich bei Binance schnell.

Krypto in der Unternehmenswelt: Neben dem Poly-Hack und Regulierungsanforderungen gibt es auch Erfolgsmeldungen.
- PayPal wird es britischen Kunden ab dieser Woche ermöglichen, digitale Währungen zu kaufen, zu halten und zu verkaufen. Es ist die erste internationale Erweiterung des Kryptoprodukts von PayPal seit seiner Einführung in den USA im vergangenen Jahr.
- Coinbase hat grünes Licht vom Verwaltungsrat erhalten, um Bitcoin im Wert von USD 500 Mio auf die eigene Bilanz zu nehmen.
- Circle, der Emittent des populären Stablecoins USDC, möchte lizenzierte Vollgeld-Bank in den Vereinigten Staaten werden wollen. Dementsprechend hat Circle einen Antrag bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht.
- Facebook steht offenbar kurz davor seine eigene Digital Wallet Novi (ehemals Calibra) zu lancieren. Die Wallet soll sowohl in die Facebook-App integrierbar als auch als Standalone-Version verfügbar sein.
- Einen Teil seines PSG-Salärs erhält Messi in einem speziellen börsennotierten „Paris Saint-Germain Fan Token”. Der Kurs des Fan-Token steigt um 20 Prozent.

#5minF Tether und Co. - Wie sicher sind Stablecoins wirklich?

In der heutigen 5-min Friday Episode diskutiert Alexander Bechtel die Sicherheit von Stablecoins, v.a. Tether und USDC. Bereits in Episode 87 hat sich Jonas Gross kritisch mit der Reserve von Tether auseinandergesetzt. Damals hat Tether zum ersten Mal Einblick in die Zusammensetzung seiner Reserve gegeben, wenn auch ohne Details zu nennen. Anfang August hat Tether ein Update mit mehr Informationen veröffentlicht, aus dem u.a. klar wurde, dass der Anteil an US-Staatsanleihen in der Reserve deutlich zugenommen hat. Insgesamt also gute Neuigkeiten für die Krypto-Community.

Nichtsdestoweniger kritisiert Alexander die unzureichende Qualität der Reserven von Tether aber auch USDC. Seiner Meinung nach sind beide nicht ausreichend, um auf globaler Ebene den US Dollar im Blockchain-Ökosystem abbilden zu können. Dafür würde es deutlich strengere Regulierung und eine bessere Abdeckung durch sehr sichere Assets benötigen. Falls es dich interessiert, welche Stablecoins Alexander für sicherer hält als Tether und USDC, dann höre gerne rein in die heutige 5-min Friday Episode. Viel Spass!

#5minF Was ist Sound Money?

Nach vielen Zuschriften als Reaktion auf die letzte 5-min Friday Episode zum Thema «Drei Wege zu Sound Money», greift Alexander Bechtel dieses Thema heute ein weiteres Mal auf. Was ist Sound Money genau? Wo kommt der Begriff her und wie hat sie die Definition über die Jahrhunderte geändert?

Grund für die vielen Rückmeldungen auf die 5-min Friday Episode von letzter Woche war die Nutzung des Terms «Sound Money» in einem Essay von Christian Catalini (Chef-Ökonom von Diem) und Jai Massari (externer Rechtsberater/Anwalt von Diem) in der Harvard Business Review. Die beiden Autoren nutzen den Begriff darin als ein Synonym für stabiles Fiatgeld. Das ist zumindest aus Sicht vieler Anhänger der Österreichischen Schule der Nationalökonomie und aus dem Bitcoin-Lager ein grobes Foul. Schliesslich wird in diesen Kreisen «Sound Money» als das genaue Gegenteil des heutigen Fiatgeldes definiert.

Alexander stimmt diesem Kritikpunkt generell zu, aber wie so oft ist es doch etwas komplizierter als man denkt. Wenn du wissen möchtest, warum der Begriff «Sound Money» problematisch ist und sich vermutlich keine allgemein anerkannte Definition durchsetzen wird, dann höre gerne in die heutige Episode von Bitcoin, Fiat & Rock’n’Roll. Viel Spass!

So funktionieren anonyme Zahlungen mit CBDC

Das Thema digitale Zentralbankwährungen (CBDC) steht weit oben auf der Agenda vieler Zentralbanken. Eine der wichtigen Design-Dimensionen einer CBDC ist der Grad an Privatsphäre für die Nutzer. Dies wurde nicht zuletzt während der Konsultationsphase zum digitalen Euro deutlich, in der die Einhaltung der Privatsphäre das meistgenannte Charakteristikum eines digitalen Euros.

In der heutigen Episode stellen Jonas Gross, Johannes Sedlmeier, Alexander Bechtel, Matthias Babel und Benjamin Schellinger ihr neuestes interdisziplinäres Forschungsprojekt vor. Die fünf Koautoren haben eine CBDC entwickelt, mit der man komplett anonym bezahlen kann, ohne gegen Geldwäscheregulierung zu verstossen. Möglich ist dies durch eine Kombination aus Zero Knowledge Proofs, Self-Sovereign Identities und der nötigen Portion Geldtheorie, um das Ganze auf unser aktuelles Geldsystem anzupassen.

Die Entwicklung der fünf Koautoren könnte einen wichtigen Beitrag zur Ausgestaltung eines digitalen Euros beitragen. Wenn du mehr zur Funktionsweise der anonymen CBDC wissen möchtest, dann höre gerne in diese Episode von Bitcoin, Fiat & Rock’n’Roll. Viel Spass!

#5minF Drei Wege zu Sound Money

In der heutigen 5-min Friday Episode diskutiert Alexander Bechtel einen interessanten Essay von Christian Catalini (Chef-Ökonom von Diem) und Jai Massari (externer Rechtsberater/Anwalt von Diem) in der Havard Business Review. Thema des Essays sind die drei Wege zu Sound Money. Catalini und Massari zielen damit allerdings nicht auf die Debatte ab, ob Bitcoin oder Ether Sound Money sind, sondern sie stellen drei sichere Wege dar, die es uns ermöglichen staatliche Währungen (d.h. EUR, USD, usw.) auf die Blockchain zu bringen.

Viele von euch fragen sich jetzt eventuell, warum man staatliche Währungen überhaupt auf eine Blockchain bringen sollte. Es gibt hierfür unterschiedliche Gründe: Durch Blockchain-basiertes Geld lässt sich eventuell die finanzielle Inklusion sowie die Effizienz grenzüberschreitender Zahlungen erhöhen. Ausserdem wird Blockchain-basiertes Geld (v.a. USD Stablecoins) aktuell als on- und off-ramp für den Handel mit Kryptowährungen genutzt.

Bei den drei Wegen zu Sound Money auf der Blockchain handelt es sich laut Catalini und Massri um (1) echte Stablecoins, (2) einen Giralgeldtoken und (3) digitale Zentralbankwährungen (CBDC). Wenn es dich interessiert, was genau hinter diesen Begriffen steckt und welche Vor- und Nachteile diese genau haben, dann höre gerne in die heutige 5-min Friday Episode rein. Viel Spass!

#5minF Proof of Work vs. Proof of Stake (Teil 2)

In der heutigen 5-min Friday Episode reagiert Alexander Bechtel auf die 5-min Friday Episode von letzter Woche, in der Michael Blaschke die Vorteile von Proof of Stake (PoS) unter die Lupe genommen hat. Michael argumentiert, dass PoS der überlegene Konsensalgorithmus ist im Vergleich zu Proof of Work (PoW). Das kann Alexander natürlich nicht so stehen lassen und nimmt daher in dieser Episode die Gegenposition ein. Seiner Meinung nach ist PoW überlegen.

Sowohl PoW als auch PoS haben ihre Vor- und Nachteile. In den Bitcoin- und Litecoin-Netzwerken wird Konsens mittels PoW erreicht. Nach PoW ist PoS der am häufigsten verwendete Konsens-Mechanismus in der Blockchain-Technologie. Einige Coins wie Peercoin verwenden ein gemischtes System, bei dem beide Methoden integriert sind. Derzeit ist Ethereum dabei, auf ein PoS-System umzusteigen.

Der Hauptgrund für die Überlegenheit von PoW ist laut Alexander die Tendenz zur Zentralisierung bei PoS. Da es bei den beiden Konsensalgorithmen darum geht in dezentralen, offenen, öffentlichen, grenzenlosen, zensurresistenten Netzwerken Sicherheit zu schaffen, ist jegliche Zentralisierung ein No-Go. Warum es bei PoS mittel- bis langfristig zu einer Zentralisierung kommen könnte, erfahrt ihr in der heutigen 5-min Friday Episode. Viel Spass!